
Aus dem Projekt „Puglia Secrets“: Hier sind 5 Geheimnisse der Region, von denen Ihnen noch nie jemand erzählt hat
Wir leben in einem wundervollen Land, das uns jeden Tag mit wunderbaren Eindrücken verzaubert und uns wie ein schöner Zauber in seinen Bann zieht. Denn gerade dann, wenn wir glauben, alles über unser Land zu wissen, erkennen wir, dass hinter jeder Ecke neue Geheimnisse und Mysterien verborgen liegen, die darauf warten, enthüllt zu werden.
Aus dieser Erkenntnis heraus entstand das Projekt „Puglia Secrets“ – eine Region, die von Natur aus bezaubernd ist und deren Geheimnisse bisher kaum erzählt wurden. Angefangen bei den Baumaterialien der Trulli, einem kostbaren Erbe der Region, bis hin zu den geheimnisvollen Facetten der sogenannten Weißen Stadt. Entdecken Sie mit uns fünf Kuriositäten über Apulien, die Ihnen vielleicht noch unbekannt sind.
Ostuni: Warum es Weiße Stadt genannt wird
Die Trulli von Alberobello und der Trick, den König zu täuschen
Die zwei Schwestern
Der Bauxitsee
Die Soße und der Pantoffel
Ostuni: Warum es Weiße Stadt genannt wird
Beginnen wir mit der Weißen Stadt, einem charmanten und sonnigen Städtchen in Apulien, das sich durch seine weißen Gebäude auszeichnet. Ein künstlerischer Einfall? Nein, die Einwohner Ostunis entschieden sich, die Häuser in dieser Farbe zu streichen, damit das Sonnenlicht, das sich in den Mauern spiegelte, Angreifer blenden würde. Selbst nach Kriegsende blieben die Häuser weiß: Kalk, das Baumaterial, besitzt eine stark desinfizierende Wirkung, die den Einwohnern während der Hungersnöte zugutekam.

Die Trulli von Alberobello und ihr Trick, den König zu täuschen
Wir fahren weiter in die kleine Stadt Alberobello, nur wenige Kilometer von Bari entfernt. Hier prägen die charakteristischen, kegelförmigen Trulli das Stadtbild und locken jedes Jahr Millionen von Touristen an, die die wunderschönen Häuser bewundern möchten. Diese hübschen und gemütlichen Gebäude, die ohne Mörtel und in Trockenbauweise errichtet wurden, waren einst die Wohnhäuser von Bauern, und ihnen verdanken wir die Entstehung dessen, was heute zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.
Während der aragonesischen Zeit unterstand das Königreich Neapel der Prammatica de Baronibus, einem Gesetz, das die Zahlung von Steuern für jede städtische Siedlung vorschrieb. Aus diesem Grund entstand die Idee von provisorischen, leicht abreißbaren Gebäuden, die wir heute als „Missbrauchshäuser“ bezeichnen würden.

Die zwei Schwestern
In der Provinz Lecce, in einem der beliebtesten und meistbesuchten Badeorte des Salento, ragen im blauen, kristallklaren Meer zwei einander sehr ähnliche Felsen empor, die sogenannten „Due Sorelle“. Der klangvolle Name hat seinen Ursprung in einer lokalen Legende, die vom tragischen Ertrinken zweier Schwestern an der Klippe des Torre dell'Orso erzählt. Die Götter sollen sie aus Mitleid gerettet haben, indem sie sie in zwei gewaltige Felsen verwandelten.

Der Bauxitsee
Ein verborgener Schatz, der keiner Vorstellung bedarf. Es ist ein Naturschauspiel, das vom Hinterland von Otranto sorgsam gehütet wird. Was heute wie ein wunderschöner kleiner See in smaragdgrünen Farbtönen erscheint, ist in Wirklichkeit der Überrest einer Bergbaulagerstätte, die von etwa 1940 bis 1976 in Betrieb war.

Die Sauce und die Scarpetta
Wer südliche Wurzeln hat, weiß, dass man nach einem Gericht mit Soße Brot „aufwischen“ muss. Obwohl diese Praxis bei den Galateos streng verboten ist, hält sich diese Tradition hartnäckig. Aber kennen Sie ihren Ursprung?
Manche behaupten, der Name „Scarpetta“ (kleiner Schuh) leite sich von der Form des Brotstücks ab, das zwischen den Fingern oder auf der Gabel gehalten wird. Ähnlich wie ein Schuh den Müll aufnimmt, saugt das Brot die restliche Soße auf dem Teller auf. Andere führen den Begriff auf das Wort „Scarpetta“ zurück, das im Dialekt Armut bedeutet. Diese Geste wurde früher tatsächlich ausgeführt, um sich so gut wie möglich satt zu essen, wenn man sich aufgrund von Geldmangel keine nächste Mahlzeit leisten konnte.


